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02.07.2019 - Dem Demenzrisiko bei Schwerhörigkeit vorbeugen

Bildquelle: Oticon

Studienergebnisse zeigen, dass gutes Hören, vor allem gutes Sprachverstehen, den Abbau geistiger Fähigkeiten im Alter verhindern bzw. verlangsamen kann. Menschen mit unbehandeltem Hörverlust erkranken bis zu fünf Mal mehr an Altersdemenz. Liegt eine dauerhafte Schwerhörigkeit vor, gewöhnt sich das Gehirn mit der Zeit an das geringe Hörvermögen, der Hörverlust wird beschleunigt – die Konsequenz daraus ist, dass der Betroffene das Verstehen verlernt und genauer hinhören muss, was anstrengend sein kann. Diese Mehrbelastung geht wissenschaftlich erwiesen auch zu Lasten anderer Hirnfunktionen, wie z.B. Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit oder Orientierungsfähigkeit.

 

 

Daher ist es besonders wichtig, frühzeitig mit einer Hörgeräteversorgung zu starten, denn diese typischen Symptome einer Demenz-Erkrankung lassen sich durch das Tragen von Hörsystemen ausgleichen. Je länger gewartet wird, desto schwieriger wird die Umstellung auf das Hörsystem. Und das ist nicht nur bei Menschen mit Demenzrisiko so, denn bis sich Menschen mit Hörminderung zum Kauf eines Hörsystems entscheiden, vergehen oftmals bis zu 7 Jahre. Viel zu lange, denn mit der Zeit verlernt das Gehirn regelrecht Klänge zu verarbeiten. Geräusche und Töne sind für das Gehirn irgendwann einfach nicht mehr existent.

 

 

Um Klarheit über das Hörvermögen zu erhalten, ist ein Hörtest anzuraten. Nur so kann vermieden werden, dass Hörprobleme erst Jahre später festgestellt und zu spät behandelt werden.